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Bulgarien unterzeichnet milliardenschwere Energieabkommen mit Russland

Bulgarien und Russland haben während des Staatsbesuchs des russischen Präsidenten Wladimir Putin in Sofia drei umfangreiche Energieabkommen geschlossen. «Diese Abkommen werden die Grundlage zur Entwicklung der bulgarisch-russischen Beziehungen in den kommenden Jahrzehnten sein», sagte Putin zum Auftakt seiner Gespräche mit seinem bulgarischen Amtskollegen Georgi Parwanow. Unterzeichnet wurde ein Vertrag mit dem russischen Konzern Atomstroiexport über den Bau eines neuen Kernkraftwerkes bei der Donaustadt Belene im Wert von rund vier Milliarden Euro.

Vertreter von Russland, Griechenland und Bulgarien unterschrieben zudem eine Vereinbarung zum Bau einer neuen Pipeline für russisches Erdöl, die vom bulgarischen Schwarzmeerhafen Burgas bis zur Ägäis führen soll. Die Bauarbeiten sollen noch in diesem Jahr beginnen und 2011 abgeschlossen sein.

Ein drittes Abkommen mit dem russischen Konzern Gazprom regelt den Transit von russischem Erdgas durch Bulgarien für das russisch- italienische Projekt South Stream. Diese Gaslieferungen sollen für Westeuropa bestimmt sein. Bulgarien ist zu 50 Prozent an dem gemeinsamen Unternehmen mit Russland beteiligt, das die Pipeline durch das Balkanland bauen und betreiben soll. South Stream gilt als ein Konkurrent des Nabucco-Projekts der EU, das Russland umgehen soll. Bulgarische Oppositionsparteien hatten die Energieabkommen abgelehnt, da sie die «Abhängigkeit des EU-Landes von Russland» im Energiebereich weiter stärkten würden.

 

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